Wir haben bereits gelernt, welche Hochzeitsfotos wir möchten, welcher Fotograf zu uns passt, welches Budget wir haben und wie wir unseren Fotografen finden. Ihr habt bereits euren Fotografen kontaktiert und auch Antwort erhalten. Eventuell habt ihr noch ein oder zwei Kollegen als alternative in der Hinterhand. Jetzt geht es also an das Vorgespräch.

Warum ist ein Vorgespräch so Wichtig?

Ein Vorgespräch ist extrem Wichtig für das zusammenarbeiten mit dem Fotografen. Für mich ist eine Hochzeit etwas sehr persönliches. Ich begleite einen sehr intimen Moment. Den wichtigsten Tag in eurem Leben. Das ist nicht nur für mich, oder einen anderen Fotografen etwas sehr persönliches, sondern auch für euch.

Ihr wollt ja nicht, dass eure Hochzeit von einem komplett fremden fotografiert wird.

 

Ich selbst treffe mich grundsätzlich mit meinen Brautpaaren, natürlich soweit möglich. Doch auch wenn ein Treffen nicht möglich ist, kann man beispielsweise über Skype in Kontakt treten um größere Entfernungen zu überbrücken.

Was ist bei einem persönlichen Gespräch wichtig?

Es ist nicht schlecht Einzelheiten, wie Ablauf, Zeiten und Produktoptionen zu besprechen, doch ich finde dies eher nebensächlich. Es ist wichtiger sich kennenzulernen und über persönliches zu sprechen. Wie man sich kennen gelernt hat oder wie man sich die Hochzeit vorstellt.

So kann sich euer Fotograf ein Bild von eurer Vorstellung machen und ihr lernt auch euren Fotografen besser kennen. Das ist etwas, was über das Telefon einfach nicht funktioniert.

 

Bilder & Bücher

Ich rate davon ab Stundenlang Bücher mit Beispielsmaterial durchzublättern. Doch ein paar Bilder, die eine Vorstellung von der eigenen Hochzeit geben ist nicht schlecht. Wir stehen nicht vor der Entscheidung, ob wir das Bad in Weiß oder Eierschale streichen. Das sind Themen, die man per E-Mail oder Telefon klären kann. Es geht nicht darum, dass man in dem Gespräch nur über persönliche Themen sprechen darf. Man sollte sich jedoch auf die wichtigen Fragen konzentrieren.

 

Was man nicht darf!

Auch von eurer Seite gibt es ein paar Dinge die man nicht machen sollte. Mir ist einiges schon selbst passiert. Das schlimmste, was ein Brautpaar aus meiner Sicht machen kann, ist den Stil eines anderen Fotografen zu verlangen. Ihr teilt dem Fotografen damit mit, dass er die zweite Wahl ist und ihr eigentlich etwas komplett anderes möchtet. Mein erster Gedanke, als mich das Brautpaar nach dem Bildstil frage war; Sie wollten eigentlich den Hochzeitsfotografen „…“ buchen. Dieser war jedoch zu teuer oder hatte keine Zeit. Jetzt suchen Sie eine der das gleiche billiger macht.

Fotografen sind Künstler und ihr zeigt dem Fotografen damit das ihre Arbeit weniger Wert ist und ihr Sie überhaupt nicht wegen ihrer Arbeit bucht.

 

Wie viele Fotografen ihr wirklich trefft oder kontaktiert bleibt euch überlassen doch ich rate euch davon ab Massencastings abzuhalten und Kollegen gegeneinander auszuspielen. Die meisten Fotografen kennen sich untereinander. Bevor ihr ohne Fotografen da steht, solltet ihr es nicht übertreiben.

 

 

Das Gespräch findet meist Monate vor der Hochzeit statt. Ich habe jetzt (September / Oktober) die Gespräche für den Sommer 2016. Sollten zwischen Buchung und und der eigentlichen Hochzeit noch Fragen aufkommen könnt ihr euren Fotografen selbstverständlich kontaktieren. Die Kollegen, die ich kenne sind euch immer gern behilflich.

Ich selbst handhabe es so, dass ich in der Woche vor der Hochzeit noch einmal mit meinem Brautpaar in Kontakt trete und alles wichtige, wie den Ablauf abkläre. So kann ich verhindern, dass ich letzte Änderungen am Zeitplan nicht mitbekomme.

Fazit

Ich bin der Meinung, dass je besser sich das Brautpaar und der Fotografen kennen und je besser sie sich verstehen, umso besser, persönlicher und intimer werden die Hochzeitsbilder.

 

Ich wünsche euch einen schönen Abend und freue mich auf nächsten Sonntag. Dann erscheint hier der nächste Teil.

Autor Mattthias

Mein Name ist Matthias Butz und ich bin Fotograf und Digital Artist im Raum Mannheim – Frankfurt. Ok, eigentlich bin ich gar kein Fotograf, zumindest kein gelernter. Ich komme aus der IT, wo ich viele Jahre tätig war. Die Fotografie war jedoch schon immer mein Hobby, meine Leidenschaft und so kam es, dass ich eines Tages das Hobby zum Beruf gemacht habe. Ich bin der Meinung, dass man diese Leidenschaft durch nichts ersetzen kann. Ich liebe, was ich mache und habe Spaß dabei! Für mich ist die Fotografie kein Beruf, ich brenne für meine Leidenschaft immer noch so wie am ersten Tag, als es angefangen hat mein Lieblingshobby zu werden.

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