In den letzten Teilen haben wir gelernt, wie wir unser Budget finden, wie lange uns der Hochzeitsfotograf begleiten soll und welcher Bildstil uns gefällt.
Wir wissen jetzt also genau, was unser Hochzeitsfotograf können muss, doch gefunden haben wir ihn immer noch nicht. Also wie finde ich jetzt den Hochzeitsfotografen meiner Träume?

Damit beschäftigen wir uns heute: Mit der Suche

Unvorstellbare Möglichkeiten

Es ist noch gar nicht so lange her, da war das Fotostudio um die Ecke die erste Anlaufstelle. Da hat die Oma ihre Bilder machen lassen und die Mutter, warum nicht also auch ihr?

Es ist eure Entscheidung. Doch wollt ihr einen Fotografen buchen, der Seit 30 Jahren Hochzeitsbilder im Studio macht? Ober habt ihr euch für einen frischen, lebendigen und natürlichen Stil in Kombination mit einer Ganztagesreportage entscheiden? Das bieten die meisten Studios leider nicht. Doch wir leben in Zeiten in denen die Tomaten aus Spanien und die Handys aus China kommen, warum sollte der Fotograf also nicht auch von weiter Weg kommen.

Ich rede jetzt nicht von Spanien, doch wir haben hier viel mehr Auswahl und sind nicht auf die drei Fotografen im Umkreis beschränkt. Doch durch diese Reichweite kann die Suche auch etwas Zeit in Anspruch nehmen. Doch keine Sorge ich habe ein paar Tipps für euch.

Google

Wahrscheinlich die erste Anlaufstelle für Brautpaare, doch es liefert die schnellsten Ergebnisse. Hochzeitsfotograf und die nächste größere Stadt bringt einem Massenweise Fotografenwebseiten, die in der Umgebung tätig sind. Doch hier muss man extrem aufpassen. Ein gutes Marketing und eine gute Suchmaschinenoptimierung macht noch keinen guten Hochzeitsfotografen. Es ist zwar ein leichter und schneller Weg, jedoch habe ich noch ein paar mehr Wege für euch, die ihr ebenfalls in Betracht ziehen solltet.

Empfehlungen und Mundpropaganda

Bestimmt habt ihr in eurem Umfeld bereits paare, die schon verheiratet sind. Vielleicht wart ihr schon auf einer Hochzeit und dort war ebenfalls ein Fotograf. Ich wurde auch schon oft von zukünftigen Brautpaaren kontaktiert, die ich selbst schon auf einer Hochzeit kennengelernt habe.

Hört euch also mal im Freundeskreis um, ob bereits jemand einen tollen Hochzeitsfotografen gebucht hatte. Vielleicht passt dieser ja auch zu euch.

Facebook

Soziale Medien sind auch aus dem Business eines Fotografen nicht mehr wegzudenken. Fast jeder Fotograf ist auf Facebook zu finden und es gibt unzählige Gruppen, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Moderne Hochzeitsfotografen nutzen Facebook als Präsentationsplattform ihrer Arbeiten und natürlich auch zur Neukundengewinnung. Der eine oder andere, gewährt auch mal einen Blick hinter die Kulissen oder in das Leben des Fotografen.

Facebook ist also nicht nur eine Ideale Plattform um als Fotograf seine Bilder zu präsentieren, sondern auch um als Brautpaar nach einem Fotografen zu suchen.

Wenn ihr mit eurer Suche nicht weiter kommt, dann fragt doch einfach. Die meisten Menschen haben auf Facebook 300 Freunde oder noch mehr, da ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass jemand den einen oder anderen Fotografen kennt. Wenn er selbst zufrieden war empfiehlt er diesen natürlich auch weiter.

Andere Dienstleister

Für eine Hochzeit benötigt man noch deutlich mehr als nur einen Fotografen. Ein Kleid/Anzug, eine Kirche, ein Standesamt, eine Partylocation, einen DJ/Band und vielleicht sogar eine Hochzeitsplanerin. All diese Dienstleister haben in ihrem Tagesgeschäft immer mit Hochzeitsfotografen zu tun. Also kommt ihr durch einfaches Fragen vielleicht schon zu eurem Fotografen. Zusätzlich bekommt ihr vielleicht noch einen Erfahrungsbericht und könnt euch so schon einmal ein Bild von eurem zukünftigen Fotografen machen.

Die Anfrage

Natürlich bucht ihr einen Fotografen, doch es ist nicht als würdet ihr euch einen Mixer kaufen. Hochzeitsfotografen sind Künstler, Menschen die ihre Arbeit mit Leidenschaft und Stolz ausüben.

Jeder Hochzeitsfotograf hat nur eine begrenzte Anzahl an Hochzeiten im Jahr zur verfügung. Auch wenn ich es selbst manchmal machen würde, jeder kann am Tag nur eine Hochzeit fotografieren.

Viele Fotografen sind ein Jahr im voraus bereits ausgebucht. Es ist also, als würde man eine Wohnung suchen. Schöne Wohnungen zu einem fairen Preis sind natürlich als erstes vergriffen.

Wichtiger Tipp: So früh wie möglich anfragen! Sonst sind die beliebten Termine vergeben.

Hochzeitsfotografen sind auch Menschen

Hochzeitsfotografen sind keine internationalen Firmen. Wir sind Kleinunternehmer und arbeiten meist alleine oder maximal zu Zweit. Wir begleiten euch auf einem sehr intimen Tag und erleben etwas, was sonst nur eure engsten Freunde und die Familie erlebt.

Doch auch umgekehrt ist der erste Eindruck sehr wichtig. Eine Hochzeit ist nicht gerade ein Zuckerschlecken. Wenn ich also eine schöne ausführliche E-Mail von einem paar bekomme, freue ich mich viel eher auf die Hochzeit als bei einem Standarddreizeiler.

Ich habe hier ein paar Originalzitate, die ich bereits als Hochzeitsanfrage bekommen habe. Sie wurden teilweise etwas gekürzt sind inhaltlich jedoch identisch.

„Sehr geehrte Damen und Herren“ – anbei übersende ich ihnen meine Steuererklärung?

„Was kostet eine Hochzeit bei Ihnen? Gruß ****“ – die ist wirklich ungekürzt. Leider darf ich nur als Priester oder Standesbeamter Paare verheiraten.

„Hallo Peter, „ – Erm… Wer ist Peter?

„Wir suchen einen Fotografen für den *** Was kostet das und ist der Termin noch frei?“ – Der Renner seit meine Webseite Online ist. Für mich klingt es als bin ich Teil einer Liste von 200 anderen die einfach nur in einer Massenmail abgearbeitet wird um den günstigsten Preis rauszuholen.

Wenn ihr eurem zukünftigen Hochzeitsfotografen nicht das Leben schwer machen möchtet, dann sollte eure Anfrage schon mal die folgenden Punkte enthalten.

  • Höflichkeit (bei mir reicht ein du 😉 ) Es muss nicht zu übertrieben sein
  • Wann und Wo
  • Wie lange (wie kann ich nach dem Preis fragen, wenn niemand weiß was ich haben möchte?)
  • Kontaktmöglichkeiten (eventuell Telefonnummer)
  • Etwas über euch gibt der Anfrage immer eine persönliche Note

Natürlich könnt ihr euren Fotografen auch anrufen 🙂

 

 

Das wars für heute… Den nächsten Teil gibt es am Sonntag nächste Woche.

Gruß

Matthias

Autor Mattthias

Mein Name ist Matthias Butz und ich bin Fotograf und Digital Artist im Raum Mannheim – Frankfurt. Ok, eigentlich bin ich gar kein Fotograf, zumindest kein gelernter. Ich komme aus der IT, wo ich viele Jahre tätig war. Die Fotografie war jedoch schon immer mein Hobby, meine Leidenschaft und so kam es, dass ich eines Tages das Hobby zum Beruf gemacht habe. Ich bin der Meinung, dass man diese Leidenschaft durch nichts ersetzen kann. Ich liebe, was ich mache und habe Spaß dabei! Für mich ist die Fotografie kein Beruf, ich brenne für meine Leidenschaft immer noch so wie am ersten Tag, als es angefangen hat mein Lieblingshobby zu werden.

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